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ÖDP erinnert mit Mahnwache an "Grenzen des Wachstums"

Aktion in Laufen anlässlich des Ersterscheinens des Öko-Klassikers vor 50 Jahren

Mit einer Mahnwache erinnert die ÖDP an das Buch „Die Grenzen des Wachstums“, das vor 50 Jahren veröffentlicht wurde und aktueller denn je die dramatischen Folgen des unbegrenzten Wachstums beschreibt.

"Auf einem begrenzten Planeten kann es kein unbegrenztes Wachstum geben": Dies ist die zentrale Botschaft von Prof. Dennis Meadows und dem Club of Rome in dem Wissenschaftsklassiker "Die Grenzen des Wachstums". Darin wurde 1972 erstmals wissenschaftlich untersucht, wohin unser wachstumsgetriebener Lebens- und Wirtschaftsstil führen wird. Leider ist 50 Jahre nach dem Ersterscheinen dieses Buches das Thema aktueller denn je und passend zum Internationalen Postwachstumstag (Global Degrowth Day) lud der ÖDP-Kreisverand BGL am Samstag zu einer Mahnwache am Laufener Rathaus ein.

In ihrem Statement stellte ÖDP-Stadträtin Barbara Paiva heraus, dass "sich auch im Ampel-Regierungsprogramm keine Abkehr vom Dogma der vermeintlich notwendigen ständigen Konsumsteigerung findet. Deswegen wollen wir mit unserer Mahnwache daran erinnern, dass eigentlich schon vor 50 Jahren das Wesentliche gesagt wurde."

Sie bezweifelt, dass" alles so weiter, nur mit grüner Energie" den Planet retten werde. Denn in den vergangenen 50 Jahren habe sich der Konsum vervielfacht und die ökologischen Bedingungen der Welt hätten sich drastisch verschlechtert.

"Die ÖDP ist die einzige Partei, die sich dazu bekennt, dass wir unsere Ansprüche an den Planeten begrenzen müssen. Alle anderen Parteien wollen den Wählern diese Härte der Wahrheit ersparen", kritisiert Paiva.

Kreisvorsitzender Willi Winkler zitiert den ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen Sithu U Thant aus dem Jahr 1969: "Die Mitglieder deses Gremiums haben noch etwa ein Jahrzehnt Zeit, ihre alten Streitigkeiten zu vergessen. Wenn eine weltweite Partnerschaft innerhalb der nächsten zehn Jahre nicht zustande kommt, werden die Probleme derartige Ausmaße erreicht haben, dass ihre Bewältigung menschliche Fähigkeiten übersteigt."

Winkler merkte an, dass es zu hoffen sei, dass U Thant ein wenig zu pessimistisch analysiert habe.

Weniger ist mehr - dieses Motto unterstrich Kreisrätin Agnes Thanbichler: "Wenigstens diese Lehre müssen wir aus dem verhängnisvollen Zustand unserer Lebenswelt ziehen. Wir haben es in der Hand und jeder kann beitragen."

 

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