Pressemitteilung
Bürgerenergie: Die Sonne schickt keine Rechnung
Bei einer Besichtigung der Freiflächen-Photovoltaikanlage in Gastag informierten sich Mitglieder der ÖDP-Kreisverbände Berchtesgadener Land, Traunstein und Altötting über die Chancen der Bürgerenergie. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen, Landwirte und Bürgerinnen und Bürger wirtschaftlich von einer dezentralen Energiewende profitieren können.
Vor der Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Gastag bedanken sich ÖDP-Stadträtin Barbara Winkler (links) und ÖDP-Kreisrat Martin Kienast (Mitte) beim Vorstand der VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost, Norbert Zollhauser (rechts), mit einem Präsent aus dem Weltladen Laufen für den informativen Vortrag.
Auf Einladung der ÖDP-Kreisverbände stellte Norbert Zollhauser, Vorstand der VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG, die Erfolgsgeschichte der Genossenschaft vor. Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 wurden 43 Solaranlagen errichtet, die rechnerisch rund 5.500 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen. Bis Ende 2025 erzeugten sie mehr als 151 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom und brachten über 7,7 Millionen Euro regionale Wertschöpfung in die Region zurück.
Barbara Winkler, ÖDP-Stadträtin in Laufen, und ÖDP-Kreisrat Martin Kienast betonten, dass Bürgerenergie ein wichtiger Baustein für eine unabhängige und regionale Energieversorgung sei. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Potenzial der Solarenergie in der Region noch längst nicht ausgeschöpft ist. Gerade Kommunen und landwirtschaftliche Betriebe könnten von weiteren Projekten profitieren. „Die Sonne schickt keine Rechnung“, brachte Zollhauser die Vorteile erneuerbarer Energien auf den Punkt.
Kritisch diskutiert wurden die Auswirkungen des Solarspitzengesetzes sowie zunehmende bürokratische Hürden, die Bürgerenergieprojekte wirtschaftlich erschweren.
Für Martin Kienast ist klar: „Anstatt jedes Jahr Millionen Euro für fossile Energieimporte aus der Region abfließen zu lassen, müssen wir die Chancen der Energiewende vor Ort nutzen. Bürgerenergie stärkt unsere Kommunen, schafft Wertschöpfung und macht uns unabhängiger. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Unterstützung für regionale Projekte.“
