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Mehr Plastik als Tiere - Menschgemachtes überwiegt schon Biomasse

Neue Studie beunruhigt ÖDP-Bundesvorsitzenden Christian Rechholz

Das weltweit produzierte Plastik ist schwerer als alle Tiere auf unserem Planeten - einschließlich der Meeresbewohner. Das ist nur ein Rechenbeispiel aus einer neuen israelischen Studie, die aufzeigt, wie übermäßig der Einfluss des Menschen auf unseren Planeten ist. "Allein der Eiffelturm wiegt mehr als sämtliche Nashörner, die heute noch auf der Erde leben. Insgesamt sind menschgemachte Dinge wie Gebäude, Straßen und Waren aller Art schon schwerer als die gesamte Menge an Pflanzen, Tieren und Menschen. Das zeigt ganz deutlich, wie sehr unser Planet aus dem Gleichgewicht gekommen ist," meint Christian Rechholz, der Bundesvorsitzende der ÖDP.

Anthropogene Masse nennen die Wissenschaftler alles, was aus Menschenhand entstanden ist. Dieser Masse haben sie die Biomasse unseres Planeten gegenüber gestellt. Momentan liegen beide Massen bei etwa 1 000 000 000 000 Tonnen, also jeweils eine Billion Tonnen. Doch der Mensch fügt dem Planeten immer mehr hinzu. Die Masse der Gebäude und Straßen ist jetzt schon größer als die Masse aller Bäume und Büsche auf der Welt. "Alle zwanzig Jahre verdoppelt sich die Gesamtmasse von künstlichen Dingen, die der Mensch auf dem Planeten Erde produziert. Tendenz steigend: In den letzten Jahren ist das alles noch viel schneller geworden. Für jeden Menschen auf dieser Erde wird eine Masse an Dingen produziert, die seinem Körpergewicht entspricht. Und zwar jede Woche. Gleichzeitig sorgt der Mensch mit seiner gnadenlosen Ausbeute noch dafür, dass die Biomasse kontinuierlich weniger wird. Dieses Jahr wird die anthropogene Masse erstmal die Biomasse übertreffen. Auf lange Sicht kann das niemals gut gehen,“ sorgt sich Christian Rechholz. "Vor allem, wenn man sich klar macht, dass die Produktion der anthropogenen Masse immer mit Energieverbrauch und Emissionen verbunden ist. Wir wollen eine grundsätzlich andere Art des Wirtschaftens, die auf Ressourcenschonung und Gemeinwohl setzt, weder Mensch noch Natur ausbeutet."

Foto: Pixabay

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