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„Kinder brauchen Kinder und eine andere Schulpolitik - keine Masken im Unterricht!“

Traunstein:
„Kinder brauchen Kinder und eine andere Schulpolitik - keine Masken im
Unterricht!“, so die Vorstandschaft des Traunsteiner ÖDP-Kreisverbandes


„ Ich kann es nicht mehr hören, dass einerseits in der großen Politik immer wieder von
Kinderschutz und Kindeswohl gesprochen wird, aber auf der anderen Seite gegensätzliche
Politik gemacht wird“, zeigte sich ÖDP-Kreisvorsitzender Georg Huber beim letzten
Online-Treffen der ÖDP-Kreisvorstandschaft tief enttäuscht. Als konkrete Beispiele nannte
er das Scheitern der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz und dass Bayern an
der Maskenpflicht im Unterricht festhält.
Bruno Siglreitmaier, Bundestagsdirektkandidat der Ökologisch Demokratischen Partei
pflichtete ihm bei und wirbt mit dem Motto „Maske abnehmen, wieder das ganze Gesicht
zeigen“ ebenfalls für ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht. Er gibt zu bedenken, dass
es gerade für Kinder im Grundschulbereich immens wichtig sei, während des Unterrichts
auch die Mimik der Lehrkräfte und die Mundbewegung beim Sprechen zu sehen.
„Natürlich dürfen wir nicht unvorsichtig werden und die Hygiene- und Lüftungskonzepte
sind weiterhin einzuhalten“, so Siglreitmaier weiter.
ÖDP-Kreisrätin Dr. Ute Künkele ergänzte, dass gerade auch der fremdsprachliche
Unterricht unter dem Verlust der Mimik leide und wies außerdem darauf hin, dass die
Schülerinnen und Schüler in den letzten Monaten auf vieles verzichten mussten.
„Versuchen wir doch, dass sie in den letzten Schulwochen noch so viel wie möglich
nachholen können. Und damit meine ich nicht Leistungsnachweise, sondern
Gruppenarbeiten, Exkursionen oder Thementage,“ betonte Frau Dr. Künkele.
„Die Kinder haben sich zwar zum Großteil an das Tragen der Masken gewöhnt, aber jetzt
in der heißen Jahreszeit ist es doch sehr unangenehm und führt noch schneller zu einer
Ermüdung der Kinder“, so Barbara Regensburger, die schon aus diesem Grund für ein
Ende der Maskenpflicht plädiert, da sie aus eigener Erfahrung als frühere Lehrerin weiß,
dass es in vielen Klassenzimmern oft viel zu warm wird.
Für Georg Huber gehört zu einem guten Hygienekonzept an den Schulen auch, dass in
kleinen Klassen und Gruppen unterrichtet werden kann. „Hier versagt meiner Meinung
nach die Bildungspolitik der bayrischen Staatsregierung total. Wir von der ÖDP setzen uns
schon seit Jahren für mehr individuelle Förderung für jedes Kind durch eine zweite
pädagogische Kraft in jeder Grundschulklasse und allgemein für kleinere Klassen ein.
Trotz Pandemie-Erfahrung und dem Versprechen, den Kinder beim Defizitabbau zu helfen,
müssen im kommenden Schuljahr zum Teil wieder große Klassen gebildet werden, weil
die Staatsregierung hier die Vorgaben nicht ändert. Dies verstehe ich nicht“, so Huber. „In
kleinen Klassen und mit einer zweiten Kraft könnten Kinder das ganze Jahr über gefördert
und auch bei der Aufarbeitung von psychischen Problemen unterstützt werden. Das
Angebot des zweiwöchigen „Ferien-Nachhilfeunterrichts“ ist für mich keine Lösung.“